Juni 2026
Der vergangene Monat startete in der ersten Monatshälfte mit häufigen Schauern und durchschnittlichen, teils sogar leicht unterdurchschnittlichen Temperaturen. Aber auch die Sonne zeigte sich immer mal wieder. In der zweiten Monatshälfte wurden die Schauer dann deutlich weniger, aber dafür wesentlich niederschlagsreicher. Die Temperaturen stiegen auf ungeahnte Höhen. Meist lagen selbst die Tiefstwerte über dem langjährigem Tagesmittelwert, am 26. betrug die positive Abweichung über 11 K.
Im Detail wurden folgende Werte gemessen. Die Mitteltemperatur betrug in Belecke 18,5 °C, die Abweichung gegenüber dem Mittel der Referenzperiode 1961-90 lag bei 3,9 K und 2,9 K gegenüber dem Mittel der Vergleichsperiode 1991-2020. Damit war es nach 2019 der zweit heißeste Juni seit mindestens 1881. Auch gegenüber einem durchschnittlichen Juli war der Juni immer noch 2,4 K wärmer. Außerdem war es der 14. Junimonat in Folge, bei der die Mitteltemperatur über dem Junimittel lag. Das Junimittel der letzten 10 Jahre liegt damit bei 17,4 °C (2,9 K). Zum Vergleich, der wärmste Juni seit 1881 war der im Jahr 2019 mit einer Abweichung von 4,5 K, der kälteste im Jahr 1923 mit einer Abweichung von -4,4 K.
Die höchste Monatsmitteltemperatur im Umfeld des Westertals konnte an der Station Tommeshof mit 18,6 °C gemessen werden. Die niedrigste wurde an der Station Heidkopf mit 16,8 °C gemessen, dicht gefolgt von den Talstationen Bilsteintal mit 17,1 °C und Romecke mit 17,2 °C.
Die Maximaltemperatur im Juni betrug an der Station Belecke 35,8 °C, diese wurde am 27. des Monats erreicht. Das war die höchste bisher gemessene Junitemperatur und nur 1,6 K unter dem bisherigen Allzeitrekord. Der Höchstwert im Umfeld des Westertals,wurde an der Station Tommeshof mit 36,6 °C gemessen. An 13 Tagen überstieg der Tageshöchstwert ≥25,0 °C (Sommertag), an 7 Tagen ≥30,0 °C (Heißer Tag) und an 2 Tagen für Belecke sogar außergewöhnliche ≥35,0 °C (Wüstentag).
Der Monatstiefstwert wurde am 16. Juni erreicht, in Belecke waren dies 6,1 °C. Im Umfeld des Westertals wurde der Tiefstwert an der Station Hamecke mit 1,6 °C gemessen.
Der Niederschlag summierte sich in Belecke auf 91,5 mm, welches 99 % des Mittelwerts 1961-1990 entspricht und 117 % des Mittels 1991-2020. In der bis 1891 zurückreichenden Belecker Niederschlagshistorie reicht die Bandbreite für den Juni von 16,7 mm im Jahr 1973 bis 192,8 mm im Jahr 1966.
Die größte Tagesniederschlagssumme fiel in Belecke am 29. Tag des Monats, es konnten 24,1 mm gemessen werden.
Aufgrund von Gewittern, war die Niederschlagsverteilung im Stadtgebiet stark unterschiedlich, dabei der Raum Warstein am trockensten. Die größte Monatssumme im Umfeld des Westertals hatte die südlichste Station Heidkopf mit 147,8 mm (143 %) aufzuweisen. Die geringste Niederschlagssumme wurde an der Station Warstein mit 73,8 mm (76 %) gemessen, gefolgt von der Station Romecke mit 81,8 mm (86 %). Aufgrund der hohen Temperaturen und Sonnenschein, war auch die Verdunstung sehr hoch. Somit war die klimatische Wasserbilanz (Niederschlag – Verdunstung) trotz des durchschnittlichen Niederschlagsvolumen mit -15,8 mm leicht im negativen Bereich.
Die größte Windgeschwindigkeit konnte am Abend des 19. Juni um 21:20 Uhr bei dem Durchzug eines Gewitters aus SSO registriert werden. Diese betrug an der Station Mehlhügel 72,2 km/h, dass entspricht Windstärke 8 (stürmischer Wind). Besonders spannend war dabei, dass nur wenige Minuten vorher noch fast Windstille geherrscht hatte.
Die Sonne schien an der Station Belecke 231 Stunden das entspricht rund 135 % des langjährigen Mittels.


