Januar 2026

Der vergangene Januar startete kühl mit Niederschlägen, die meist als Schnee fielen. Ab dem 12. wurde es dann deutlich wärmer, aber auch trockener und sonniger. Je nach Stärke des vorherrschenden Südwinds konnte sich der Sauerlandföhn mehr oder weniger stark durchsetzen. Dies führte insbesondere in den Nächten zu teils deutlichen Temperaturunterschieden zwischen kalten windgeschützten Tälern und den freien Höhen (Inversionswetterlage). Ab dem 25. wurde es wieder kühler, mit Niederschlägen die größtenteils wieder als Schnee fielen. Insgesamt war der Monat etwas wärmer und deutlich trockener und sonniger gegenüber dem Mittel.
Die Mitteltemperatur betrug in Belecke 0,9 °C und lag damit 0,6 K über dem Mittel der Referenzperiode 1961-90 und -0,9 K zum Mittel der Vergleichsperiode 1991-2020. Es war damit in den Tallagen der kälteste Januar seit 2019, bzw. in den höheren Lagen seit 2021. Der letzte Januar mit unterdurchschnittlichem Monatsmittel liegt mittlerweile 9 Jahre zurück. Zum Vergleich, der wärmste Januar seit 1881 war der im Jahr 2007 mit einer Abweichung von 5,0 K, der kälteste im Jahr 1940 mit einer Abweichung von -8,5 K.
Die höchste Monatsmitteltemperatur im Umfeld des Westertals wurde aufgrund der häufigen Inversionswetterlagen auf den Höhenrücken gemessen. An der Station Warstein lag diese bei 1,3 °C, dicht gefolgt von den Stationen Tommeshof und Mehlhügel mit 1,1 °C. Die Talstationen Romecke, Körtlinghausen und Bilsteintal, hatten eine Mitteltemperatur von 0,3 °C. Die niedrigste Mitteltemperatur wurde an der Station Heidkopf mit -0,4 °C gemessen.
Die höchste Temperatur des Monats wurde am 17. erreicht. An der Station Belecke konnten 12,4 °C gemessen werden, im Umfeld des Westertal war es an den Stationen Warstein mit 13,6 °C und Mehlhügel mit 13,1 °C noch etwas wärmer. Der Monatstiefstwert wurde in Belecke am Morgen des 11. mit -12,4 °C gemessen. Die niedrigste Temperatur im Umfeld des Westertals wurde an der Station Romecke mit -14,5 °C registriert.
Spannend waren die Temperaturgegensätze im Zeitraum 18.-22, welche durch die Hochdruckwetterlage, mit der damit verbundenen Inversionswetterlage und dem Südwind ausgelöst wurde. So lag z.B. die Temperatur am Morgen des 22., in der Romecke bei -8,2 °C und auf den ca. 130 m höheren Steinrücken in Suttrop zur gleichen Zeit bei +0,5 °C. In Belecke konnten im Januar 6 Eistage (Tmax <0,0 °C) und 23 Frosttage (Tmin <0,0 °C) registriert werden. Beides sind für einen Januar die höchsten Werte seit 2017.
Der Niederschlag, der größtenteils als Schnee fiel, summierte sich in Belecke auf 55,3 mm. Das entspricht 75 % des Mittelwerts 1961-1990 und 61 %. des Mittels 1991-2020. Die größte Monatsniederschlagssumme entlang des Westertals fiel an der Station Heidkopf mit 72,5 mm (64 %) und die geringste an der Station Tommeshof mit 46,8 mm (57 %).
In der bis 1891 zurückreichenden Belecker Niederschlagshistorie reicht die Bandbreite für den Januar von 9,9 mm im Jahr 1997 bis 192,3 mm im Jahr 1944. Die größte Tagesniederschlagssumme fiel in Belecke am 27. Januar vom Himmel, es waren 6,7 mm Regen.
An 19 Tagen des Monats lag in Belecke eine Schneedecke oder Schneeflecken, dabei betrug die maximale Schneehöhe 12 cm.

Die Sonne schien an der Station Belecke knapp 72 Stunden dies entspricht rund 140 % des langjährigen Mittels, dabei war der sonnigste Tag der 21. Januar mit 6,33 Stunden Sonnenschein.

Die größte Windgeschwindigkeit wurde auf dem Mehlhügel am Morgen des 1. Januars mit 66,1 km/h erreicht, dass entspricht der Windstärke 8 (stürmischer Wind).
 

Inversionswetterlage:
Eine Inversionswetterlage bedeutet eine Temperaturumkehr. Normalerweise wird es mit der Höhe kälter, je nach Luftfeuchte und Durchmischung der Atmosphäre beträgt die Temperaturabnahme 0,5-1,0 K / 100 Höhenmeter. Bei windschwachen klaren Nächten sammelt sich im Winter wie Sommer die schwere Kaltluft in den Tälern. Während im Sommer die Sonne die Inversion schnell auflöst, kann im Winter, aufgrund der schwachen tiefstehenden Sonne, diese auch tagsüber weiter bestehen. Gerade Schnee unterstützt die Aufrechterhaltung der Inversion noch zusätzlich. So kann es dann vorkommen, dass die Temperaturzunahme teilweise >10 K / 100 Höhenmeter beträgt.

 

Januar 2026

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