Sauerlandföhn

Der Sauerlandföhn ist ein Phänomen welches am Nordrand des Sauerlands auftritt. Hierbei treten im kleinen Effekte wie beim Föhn an
den Alpen auf. Bei südlichen Winden strömt der Wind gegen das Siegerland hierbei wird er gezwungen in die Höhe zu gehen. Nach dem Hauptkamm des Gerbirges, welcher an der Grenze zwischen dem Sauerland und Siegen-Wittgenstein liegt, sinkt die Luft wieder ab. Aufgrund dieses Absinkens erwärmt sich die Luft und trocknet ab, hierdurch lösen sich Wolken auf oder schwächen den Regen (Lee) ab. Am Stimm Stamm wird dann ein letzter Höhenzug passiert, danach kann die Luftmasse bis in die Soester Börde absinken. Hierdurch kann sich die Luft dann noch stärker erwärmen und abtrocknen. Hierdurch enstehen nördlich des Stimm Stamm meist Wolkenlücken, während es weiter südlich bewölkt ist. Durch dieses Wetter wird es hier wesentlich wärmer, als im Siegerland.

Bei diesen Wetterlagen ist der Wind meist recht kräftig und auch in den Nächten schläft der Wind nur selten ein. Da das Westertal Richtung Norden verläuft, wird der Wind noch unterstützt. Bei einem engen und quer zur Windrichtung verlaufenden Tal ist es für den Wind wesentlich schwieriger sich durch zusetzten. Dies ist eine der wenigen Wetterlagen, bei der sich bei uns in klaren Nächten keine oder nur eine schwache Inversion ausbildet. An besonders ausgeprägten Föhnlagen konnte ich auch schon eine Föhnmauer am Stimm Stamm beobachten. Während es in Belecke und Warstein sonnig war, war es am Stimm Stamm neblig und auch in der Soester Börde bewölkt, dieses zog sich über Stunden so hin. Auf dem Bild sieht man so eine Föhnmauer, hierbei “fließen” die Wolken über den Berg und lösen sich dann auf. Der Stimm Stamm selber war an diesem Tag in Nebel.

Wenn nun Wolken mit Niederschlag aus südlichen Richtungen kommen, dann meist aus Südwest. Aus Richtung Südwest ist dem Sauerland das Bergische Land und Siegen-Wittgenstein vorgelagert. In diesen Regionen gibt es daher bedeutend mehr Niederschlag auf gleicher Höhenlage als im Sauerland, mit Ausnahme des Westsauerlands da dies noch zu den Staugebieten (Luv) gehört. Meinerzhagen-Valbert liegt im Märkischen Kreis am Südwesthang der Nordhelle (663m) auf 392m ü. NN. Hier gibt es im Jahresmittel 1506mm Niederschlag, es ist damit der nasseste Ort in Südwestfalen und in NRW. An Platz zwei liegt Meinerzhagen mit 1484mm und erst dann folgt der 841m hohe Kahlen-Asten mit 1476mm. Die meisten würden jetzt eine noch höhere Summe erwarten jedoch ist es in der Region um den Kahlen Asten eine Spitzenstellung. Auch im westlichen Kreis Olpe und Märkischem Kreis, sowie im Siegerland ist es mit verbreitet über 1200mm sehr feucht. Im Hochsauerlandkreis gibt es meist zwischen 1000 und 1200mm Niederschlag im Jahr, mit 2 Ausnahmen. Die erste ist die Medebacher Bucht welche nach Westen durch hohe Berge abgeschirmt ist. In Medebach 405m fällt 799mm Niederschlag im Jahr. Die zweiter Ausnahme ist die Region Marsberg. Diese Region wird von Bergen nach Südwest abgeschirmt und ist noch wesentlich trockener. Das 380m hohe Marsberg-Leitmar hat im Lee nur einen Jahresniederschlag von 682mm und damit 824mm weniger als auf dem fast gleich hohen Valbert im Luvgebiet. Leitmar ist zugleich auch der trockenste Ort in Südwestfalen. Im Kreis Soest gibt es ein starkes Süd - Nord Gefälle. Am Plackweg ist es am nassesten mit 1200mm Jahresniederschlag, nach Norden geht der Niederschlag, wegen des Lees schnell zurück. Nördlich des Hellwegs fällt weniger als 800mm. So zum Beispiel 764mm in Soest, 750mm in Lippstadt und 712mm in Welver.

Datenquelle: http://www.dwd.de

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